Kanuausflug auf der Ruhr

Wir haben uns eine 11km lange Strecke ausgesucht die ca. 3,5 Stunden dauern sollte.
Der Wohlfühlgedanke stand dabei deutlich im Vordergrund der Routenwahl.

Nach der Übergabe der Boote, der Auswahl der Paddel und nicht zuletzt passender Schwimmwesten wurde das
gefährdete Gut in wasserdichte Tonnen verstaut und es konnte losgehen.

Den Startpunkt bildete der Steg unterhalb des Hotels Zweibrücker Hof in Herdecke Ruhr.
Die Ruhr fliesst an dieser Stelle ruhig und langsam in Richtung Harkortsee.

Die Ruhr: Harkortsee

Die Unerfahrenen konnten erste Paddelschläge versuchen und sich an Ihren Kanupartner gewöhnen.

Schon nach 5 Minuten zeigte sich hinter den Bäumen, das den Fluss überspannende Ruhrviadukt.
Das Ruhrviadukt, erbaut als eine Eisenbahnbrücke über den Fluss, wirkt gleichzeitig wie eine Begrenzung zum Harkortsee.
Die Beschilderung der Wasserstrasse unter dieser Brücke dient weniger uns Kanuten, als mehr der den Fluss und See befahrenden
Personenschiffahrt. Die MS Harkort hatte an diesem Tag eine Hochzeitsgesellschaft an Bord, die uns
aufmunternd zu einer Wettfahrt über den Harkortsee animieren wollte.

Die Fahrt über den halbmondförmig ausgeprägten See wird nach Westen von einem Schilf bewachsenen Ufer begrenzt.
Hier nisten Wasservögel die ungestört bleiben wollen und sollen.

Die Ruhr

Für uns eröffnet sich der Blick auf den gegenüberliegenden Harkortberg und das an seinem Westhang gelegene idyllische Städtchen Wetter.
Damit auch ein paar Fotos bleiben wurde die Tonne mit dem Handy aufgemacht und einmal rund fotografiert.
Die Szenerie erinnert eher an Urlaub als an Industriekultur.
Der Harkortsee hat kaum Strömung und ein aufkommender Westwind zwingt uns mit dem Kiel in den Wind.
Jede Pause führt in dieser Situation zu einem Windversatz des Kanus.

Die Ruhr

Unser Weg führt uns an Wetter vorbei, rechts unter einer Brücke hindurch. Hier erwartet uns die nächste Staustufe.
Vor der kleinen Staumauer ist links ein Steg zum Anlegen. Hier müssen wir die Kanus aus dem Wasser nehmen
und um über einen kleinen Hügel zum nächsten Steg auf der weiterfliessenden Ruhr tragen.

Doch vorher wird Pause gemacht. Die Umgebung, und die schnellfliessende Fischtreppe, fordern Musse und
bei Brot und Obst nach der Anstrengung des manuellen Bootstransfers ein wenig Ruhe.

Die nächste Etappe beginnt, Die Fliessgeschwindigkeit der Ruhr nimmt zu, man kann sich nun langsam und gemächlich vom
Fluss mitnehmen lassen. Die Umgebung verändert sich ein wenig. die Ufer sind nun von Büschen bewachsen und
Kühe von den dahinterliegenden Weiden kommen an den Fluss um Wasser zu trinken.
Plötzlich verflacht der Fluss, das Wasser zeigt sich aufgewühlt, und mit schnelleren Fliessgeschwindigkeit
kann man sich den Fluss nun von seiner kräftigeren Seite vorstellen.

Die Ruhr

Hundert Meter weiter kehrt die Ruhr zurück zum Behäbigkeit. Obwohl vereinzelt andere Kanus oder Kajaks auftauchen
oder Menschen sich am Ufer zum Sonnenbad gelegt haben, wirkt die Umgebung ruhig und man fühlt sich ausserhalb des
Alltäglichen. Wir folgen dem Fluss in seinen Windungen. Vor Witten tauchen rechts plötzlich Gatenhäuschen direkt am
Fluss auf. Vereinzelt sind kleine Stege angelegt und Kinder spielen am Ufer oder planschen im Fluss.

Voraus am Berg zeigt sich über der Innenstadt von Witten der Hohenstein mit seinem Aussichtsturm.
Das ist eine Zeichen für uns das die Tour sich Ihrem Ende zu neigt.

Zehn Minuten weiter umfahren wir links die vor uns liegende Ruhr-Insel bei Witten-Bommern und steuern unser Ziel,
den Steg des Camping Platzes Steger an.